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Bündnis „Beverau statt Militärausbau“ gegründet

Erster Protestspaziergang am Sonntag

In Aachen regt sich Widerspruch zum geplanten Ausbau der Dr.-Leo-Löwenstein-Kaserne in das Landschaftsschutzgebiet der Beverau. Das neu gegründete Bündnis „Beverau statt Militärausbau“ lädt für kommenden Sonntag zu einem ersten Protestspaziergang rund um die Beverau ein. Treffpunkt ist 14 Uhr an der Bushaltestelle Fuchserde.

„Es kann nicht sein, dass noch 2020 mit Hinweis auf ökologische Folgen eine Bebauung abgelehnt wurde und die nun keine Rolle mehr spielen sollen, wenn es um Militäreinrichtungen geht“, so Markus Kirch vom neu gegründeten Bündnis. Bei der „Fläche zwischen Eselsweg und Dr.-Leo-Löwenstein-Kaserne handelt es sich um ein Kaltluftentstehungsgebiet mit besonderer Bedeutung; das geografische Institut der RWTH Aachen rät im Klimagutachten aus dem Jahre 2000 von einer dortigen Bebauung kategorisch ab“ schrieb damals der „Verein Umwelt- und Landschaftsschutz Aachen-Beverau e.V.“

Mit der Neuordnung des Baurechts wurde durch die Schwarz-Grüne Landesregierung der Ausbau von Militäranlagen zum 1. September (!) verfahrensfrei gestellt. Ökologische Belange sollen hinten angestellt werden. „Dies ist Teil einer rasenden Militarisierung Deutschlands, der alle gesellschaftlichen Bereiche umfasst“, so Markus Kirch.

Das Bündnis „Beverau statt Militärausbau“ versteht sich als Teil einer sich entwickelnden Protestbewegung und lehnt die von Bundes- und Landesregierung vorangetriebene Militarisierung insgesamt ab. Es wird u.a. getragen vom BSW Aachen und der Freien Linken.

Am kommenden Sonntag soll sich im Anschluss an eine Auftaktkundgebung eine kleine Wanderung rund um das Gelände anschließen. Dort wird auch Ralf Haupts das neu komponierte Lied „Beverau vergiss nicht“ spielen. 

Kontakt: Markus Kirch, m.kirch@gmx.net, +49 171 4852855